Es fühlt sich komisch an von einem Titel zum anderen zu wechseln. Wir proben spielerisch und scherzhaft: “Deine treusorgende Ehefrau hat ein Pflaster für Dich” und “Dein Dich liebender Ehemann räumt die Spülmaschine aus.” Sehr sehr merkwürdig.
Ich finde, Heiraten fetzt. Es sollten alle Leute tun. Wir erstmal nicht wieder. Feiern ist anstrengend.
Jetzt sammeln wir Photos, heute kam die CD von Anja - der hüpfende, Rock-On-Gesten machende und lauthals singende Bräutigam ist mehrfach sehr schön getroffen.
Meine Frage: WAS zur HÖLLE war das für ein Tanz Stamnitz vs. Bräutigamsmutter? Und warum hat man mich nicht geholt, um das live zu sehen?
Ausführliche Berichte und Fotos demnächst.
Ich sitze im Schlafanzug vor dem Rechner und warte darauf, dass es morgen wird und zwar 14.00 Uhr.
Wir hatten eine wundervolle JungesellInnenabschiede (in einem Fall erinnert man sich nicht mehr), einen Polterabend, eine standesamtliche Trauung und ein liebevoll gepacktes Notfallpack.
Demnächst mit Photos und Erzählungen. Heute nur mit Magenflattern.
Zum Glück hatte ich Sekt und einen Schnapps.
Knoten von Satinbändern für Fortgeschrittene:
“Der ganze Knoten ist quasi ein Parallelogramm.”
Die To-Do-Liste ist 3 Meter lang. Der Zeitplan passt zum Glück auf zwei DinA 4 Seiten. Projektplan für das große Picknick am Freitag muss ich noch schreiben. Das ist mir wichtig, sonst geht alles kreuz und quer.
Der Ralf amüsiert sich mit Panikattacken.
Ich aktualisierte lieber meine Listen. Wenn ich mich an einer Liste festhalten kann, kann nichts schiefgehen.
Weeeeh!
Eine Horde trinkwilliger junger Herren in uniformen T-Shirts stürmte um 6 das Büro, zog meinem Liebsten ebenfalls ein T-Shirt an und verschwand dann kichernd und gackernd mit dem Ralf in der Mitte. Der Schatz war definitiv nicht zurechnungsfähig, denn er klappte seinen Kragen hoch!
Seither ist er verschollen und ich habe das dumpfe Gefühl, dass er auch so schnell nicht wieder auftaucht.
Lustig übrigens die zwei Stunden vor Beginn der Party. Ralf hatte sich um eins abgemeldet zu einem Termin und verkündete, er würde in 1 1/2 Stunden wieder zurück sein. Gegen vier begann das zukünftige Partyvolk besorgt nach seinem Verbleib zu fahnden. Gegen halb fünf entwarfen wir Krisenpläne, z.B. ihn durch den Geschäftsführer zu einem irre wichtigen Problem zurück zu rufen. Wir hatten auch schon ein Problem erdacht, das hätte kurzfristig seinen Blutdruck in die Höhe getrieben, aber wenigstens wäre er schnell gekommen.
Er kam dann glücklicherweise um viertel nach fünf und der Entführung stand nichts mehr im Wege.
Unten sensationell schlechte Photos mit roten Augen und allem. Ich will ne bessere Kamera.


Manchmal frage ich mich ja, was man so als Hochzeitsdienstleister alles mitgemacht haben muss. Das muss wirklich hart sein, wenn ich mir manche Reaktionen so angucke.
Unser armer Pastor musste jetzt erst leiden. Wir hatten ein wundervolles Traugespräch bei uns zuhause mit Wein und Chips und waren uns schnell einig, wie alles gestaltet werden sollte. Wir fanden seine Vorschläge toll, er hatte an unseren auch nichts auszusetzen, alles voll super.
Der einzige offene Punkt war die Orgelmusik zum Auszug. Wir hatten keine Ideen und beschlossen, dies mit dem Organisten zu besprechen.
Das Layout für das Kirchenheftchen haben wir trotzdem schon fertig gemacht und nur die offenen Punkte, inklusive der Orgelauszugsmusik, durch Platzhalter ersetzt, die wir beide ungeheuer witzig fanden.
Er schrieb zurück, ob wir uns das gut überlegt hätten. Highway to Hell würde doch nicht wirklich in eine Kirche und zu dem feierlichen Rahmen passen. Das würde er schon noch mal gern besprechen.
Na gut. Dann eben doch Bach.
Aufgebot im Schaukasten der Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt. Sehr schön auch wir zwei, wie wir uns aufgeregt hüpfend in der Scheibe spiegeln.


Zu Recherchezwecken, ganz ehrlich!

Herr Witte fragte schon besorgt, was man demnächst denn am Wochenende machen sollte…

in etwas anderer Besetzung

Der Ralf lacht auch schon nicht mehr

Nie im Leben.
Bin ganz ruhig, ganz gelassen.
Einatmen, ausatmen.
Kein Stress. Stimme schraubt sich nicht in ungeahnte Höhen und Dezibel, sobald das H-Wort erwähnt wird.
Überhaupt nicht.
Ha. Ahahahaha.