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Archiv für November 2007

Wozu Walzer

Freitag, 30. November 2007

So gehts!

Historische Sicherung gesichert

Sonntag, 25. November 2007

Wir haben auch inzwischen einen Fotografen dingfest machen können.  Julian Fuhrmann wird mit seiner Kamera nächstes Jahr vor Ort sein.

Als wir anfingen, uns über Bilder zu unterhalten, war uns ziemlich zackig klar, dass wir für die üblichen Portraitfotos keinen Pfennig ausgeben wollten. Dieses Herumgemurkse mit Weichzeichner und künstlichem Lächeln und Brautstrauß auf der Schleppe und ähnlichem Unfug finde ich einfach nur … also…

Ich will sagen, dass normale Portraitfotos von Hochzeiten mich überhaupt nicht anmachen. Und man kann ja auch nicht behaupten, dass man die für nen Fuffi oder so bekommt - nein, nein, die wollen richtig Asche sehen für die fürchterlichen Kompositionen aus Einheitsbrei mit Blumen.

Durch Zufall fanden wir einen Zusammenschluß von Hochzeitsfotografen in Deutschland, die in Reportagen die Stimmung auf Hochzeiten einfingen und unserer Meinung nach einfach nur unglaublich coole Bilder machten. Sowas wollten wir auch.

Zu unserem Glück war Julian noch frei und wir freuen uns sehr, dass wir ihn buchen durften. Damit ist die Frage auf jeden Fall vom Tisch.

Übrigens: Die Hochzeitsfotografen bloggen sogar.

Messe

Sonntag, 25. November 2007

Wir haben eine ganze Zeitlang keine neuen Beiträge geschrieben, da wir lieber Plätzchen gebacken haben. Und gegessen.

Anfang November waren wir im Holiday Inn am Rosenheimer Platz auf einer Hochzeitmesse und es wird wirklich langsam Zeit, diese Erfahrung eingehend schriftlich zu verarbeiten.Ich sag mal freundlich und euphemistisch: 8 EUR Eintritt ist echt mutig.

Als wir eintrafen war da grade im großen Saal eine Show mit dem Thema “James Bond” zu bewundern. Highlight war eine leichtbekleidete, goldene Dame im mittleren Alter, die sich mit einem Revolver auf der Bühne räkelte. Mit schreckgeweiteten Augen sind wir sofort rückwärts wieder raus und tummelten uns um die Messestände.

Sinnvolle Kontakte: 2 (Zwei!)

Faszinierend fand ich die Art und Weise, wie manche Aussteller die Kundenpflege betrieben. Wenn ich mich auch nur 10 Minuten auf einer Messe so verhalten hätte, hätte mich mein Chef geköpft und danach für die nächsten 50 Jahre als schlechtes Beispiel in der OMD-Vorbesprechung vorgebracht und eindringlich davor gewarnt, sich mir zu nähern. Das könnte ja ansteckend sein. Ich sage erneut freundlich und euphemistisch: Wir hätten auch ein Glass Sekt genommen. Eine Beratung hätte es aber auch getan.

Hinterher merkte der Ralf an, dass sämtliche Personen sich ausschließlich mit mir unterhielten. Selbst, wenn er eine Frage stellte, wurde mir geantwortet. Das ist er voll nicht gewöhnt, dass er so ignoriert wird. Einzige löbliche Ausnahme war die Rechtsanwältin. Die unterhielt sich ausschließlich mit ihm.

Ganz ganz groß die Frau Wloka, die aus einem zugezischten “Das Kleid ist rot” einen 10-minütigen Vortrag kreierte, dass man ja mit dem Anzugkauf sehr vorsichtig sein müsste, bei so einer Farbe.

Mein persönliches Highlight waren die Damen von Mary Kay. Da muss ich mich erstmal sammeln, bis ich freundlich und euphemistisch sein kann. Ich sag mal so: Würde ich einen Funkemariechenverein bühnentauglich schminken wollen, wäre Mary Kay meine erste Adresse, jedenfalls ausgehend von der Kriegsbemalung, die die Damen feilboten. Lippenstift in Corporate Colours und so. Ganz ganz groß auch das Gewinnspiel was mit Riesenbriborium abgehalten wurde - man musste erst einen Zettel ausfüllen und dann durfte man am Rad drehen. Ich gewann einen Joker und suchte mir eine Handcreme aus. Fein, sagte Mary Kay. Die bringen wir dann zum Termin mit.

Das Highlight vom Ralf war die lustige Pappbrille, mit der alle punktuellen Lichtquellen von Herzchen umgeben waren. So wunderbar und umwerfend ungefähr sieht das aus. Er wollte gern Dollarzeichen, statt der Herzen. Dann sind wir wieder gegangen. Keiner gab uns Sekt ab. Kuchen gab es auch keinen.

Hammer!

Sonntag, 25. November 2007

Rebekka: “Ich will auch so eine Torte!”

Ralf: “Wo kommen denn da die Streusel drauf?”

(more…)

Alles im grünen Bereich - Kirche gesichert

Samstag, 3. November 2007

Zunächst die gute Nachricht: wir haben eine Kirche gefunden, die uns verheiraten will. Die netten Damen bei der Dreieinigkeitskirche in Bogenhausen haben den Termin jetzt bombensicher eingetragen, es kann also fast nichts mehr schiefgehen.

Schön daran ist auch, daß es sich eher um ein Kirchlein handelt und wir uns so mit der geplanten Gästeschar von deutlich unter 1.000 Personen nicht komplett darin verlieren. Architektonisch Interessierten sei an dieser Stelle schon einmal ein Blick auf die schöne Holzbalkendecke empfohlen.

Nochmal zur Erinnerung: Wir hatten eigentlich St. Lukas ausgewählt, die Kirche von Rebekka. Dort erhielten wir zunächst auch einen Termin, bis dieser dann ein paar Wochen später wieder abgesagt wurde - beim erneuten Blick in den Kalender war offenbar festgestellt worden, daß bereits eine andere große Messe eingeplant war. Soweit so gut, kann man dann wohl offensichtlich nichts machen.

Bei der Suche nach Alternativen stießen wir dann relativ schnell auf St. Johannes am Preysingplatz, auch eine schöne und relativ kleine Kirche in der Nähe unserer Wohnung. Dort allerdings kann man gut nachvollziehen, warum die Kirchen in Deutschland Mitglieder verlieren: Ich hatte bei meinem vorsichtigen Anruf, ob denn wohl evtl. noch ein Termin für eine Hochzeit am 12.07.2008 möglich sei den Satz noch nicht ganz beendet, da fiel mir die nette Frau am anderen Ende der Telefonleitung schon mit

“Wir sind sowieso nicht verpflichtet Sie zu trauen.”

ins Wort. Na, herzlichen Dank auch. Ein wenig mehr Marketingbegeisterung und Geschäftssinn könnte wirklich nicht schaden, schließlich kann man für Trauungen außerhalb der Heimatgemeinde durchaus auch happige Zusatzgebühren berechnen. Hat denen aber vermutlich noch keiner gesagt, besser man geht mit Spendenaufrufen hausieren statt eigene Erlösquellen zu nutzen.

Lustig im übrigen auch die Frau im Pfarramt einer anderen evangelischen Kirche, die auf die Frage nach empfehlenswerten (evangelischen) Alternativkichen fröhlich verkündete:

“Weiß ich doch nicht, ich bin katholisch.”

Aha.