Schwur
Montag, 24. März 2008Ich werde niemals mehr auch nur eine Urlaubskarte schreiben.
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Ich werde niemals mehr auch nur eine Urlaubskarte schreiben.
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Seit dem heutigen Besuch im Bastelladen im Mathäser sind wir eindeutig in Produktionsmodus. Der Ralf hat geduldig mindestens 1000 Linien gezogen, während ich brav den Stift geschwungen habe.
Die Familie Witte kann leider nicht kommen. Nach dem vierten missglückten Versuch habe ich beschlossen, dass das Schicksal offensichtlich gegen eine wittische Teilnahme ist. Das ist recht schade, zumal Sarah meine Brautjungfer ist, aber gegen das Schicksal komme ich nicht an.
UPDATE: Familie Wittes Teilnahme ist gesichert, zum Glück. Versuch Nr. 5 glückte.
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Juchu, wir haben uns auf eine Einladungskarte einigen können. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Jetzt gehen wir in die Produktion!
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Blumen sind nicht so einfach, wie wir zuerst dachten. Wir sind uns zwar einig, dass Rosen raus sind, aber das ist auch schon alles. Er will japanisch schlicht-langweilig. Wenn er könnte, würde er den Brautstrauß als Zengarten inszenieren. Ich hingegen möchte in Blüten schwelgen, möchte in einem Meer aus Hyazinthen zum Altar schwimmen und in Veilchen baden. Alle Gäste sollen Blüten um die Hände und den Kopf tragen und ich selbst auf einer Sänfte aus Fresien getragen werden.
Nun ja.
Wir waren bei einigen Floristen, in der Hoffnung, dass man uns helfen könne und den anderen davon überzeugen möge, dass japanisch-schlicht einfach nicht geht und ein Veilchenteppich sein müsse! Die Floristen sahen uns alle irritiert an und empfahlen uns so ca. vier Wochen vor der Hochzeit nochmal zu kommen und genau zu sagen, was wir eigentlich wollen. Das würde man dann stecken und gut.
Dann riefen wir die wunderbare Frau Zahn von Tischkultur & Tafelfreuden an, die uns einlud, vorbei zu kommen. Das taten wir und diskutierten hitzig über 2 1/2 Stunden lang über japanische Langeweile und üppiges Blümchengestrüpp. Unsere Vorstellungen waren nicht unter einen Hut zu kriegen, dachten wir. Einer würde nachgeben müssen und zwar vorzugsweise der arme Wicht, der beim Hochzeitskuchen nachgeben musste.
Denkste.
Frau Zahn hat es tatsächlich geschafft, aus unserem Gekeife die Quintessenz zu ziehen und bombastische Vorschläge zu machen. So, genau so, soll das aussehen, bitte.
Fein, Thema Deko ist damit auch vom Tisch.
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