Endlich steht auch die Hochzeitsreise fest. Das war mir doch sehr wichtig, zur Hochzeit gehört schließlich auch eine schöne Reise dazu. Nach längerer Überlegung über Zeiten und Ziele haben wir uns jetzt entschieden. Kuba im August - die Vorfreude ist schon jetzt riesig!
Anders als auf bisherigen Reisen werden wir uns allerdings nicht alles individuell selbst zusammenstellen, sondern legen das ganze vertrauensvoll in die Hände von Profis. Eben haben wir (natürlich online) bei Shoestring eine Rundreise durch Kuba gebucht.
Ich bin sehr gespannt auf Havanna und das ganze Land - zumal mit dem Wissen der Krimis von Leonardo Padura im Hinterkopf. Hoffentlich ist bald August!
Zunächst die gute Nachricht: wir haben eine Kirche gefunden, die uns verheiraten will. Die netten Damen bei der Dreieinigkeitskirche in Bogenhausen haben den Termin jetzt bombensicher eingetragen, es kann also fast nichts mehr schiefgehen.
Schön daran ist auch, daß es sich eher um ein Kirchlein handelt und wir uns so mit der geplanten Gästeschar von deutlich unter 1.000 Personen nicht komplett darin verlieren. Architektonisch Interessierten sei an dieser Stelle schon einmal ein Blick auf die schöne Holzbalkendecke empfohlen.
Nochmal zur Erinnerung: Wir hatten eigentlich St. Lukas ausgewählt, die Kirche von Rebekka. Dort erhielten wir zunächst auch einen Termin, bis dieser dann ein paar Wochen später wieder abgesagt wurde - beim erneuten Blick in den Kalender war offenbar festgestellt worden, daß bereits eine andere große Messe eingeplant war. Soweit so gut, kann man dann wohl offensichtlich nichts machen.
Bei der Suche nach Alternativen stießen wir dann relativ schnell auf St. Johannes am Preysingplatz, auch eine schöne und relativ kleine Kirche in der Nähe unserer Wohnung. Dort allerdings kann man gut nachvollziehen, warum die Kirchen in Deutschland Mitglieder verlieren: Ich hatte bei meinem vorsichtigen Anruf, ob denn wohl evtl. noch ein Termin für eine Hochzeit am 12.07.2008 möglich sei den Satz noch nicht ganz beendet, da fiel mir die nette Frau am anderen Ende der Telefonleitung schon mit
“Wir sind sowieso nicht verpflichtet Sie zu trauen.”
ins Wort. Na, herzlichen Dank auch. Ein wenig mehr Marketingbegeisterung und Geschäftssinn könnte wirklich nicht schaden, schließlich kann man für Trauungen außerhalb der Heimatgemeinde durchaus auch happige Zusatzgebühren berechnen. Hat denen aber vermutlich noch keiner gesagt, besser man geht mit Spendenaufrufen hausieren statt eigene Erlösquellen zu nutzen.
Lustig im übrigen auch die Frau im Pfarramt einer anderen evangelischen Kirche, die auf die Frage nach empfehlenswerten (evangelischen) Alternativkichen fröhlich verkündete:
Eben habe ich unser gemeinsames Türschild montiert. Wurde auch Zeit, nachdem man sich ja vor allem nach ausschweifenden Gasthausbesuchen gern mal in der Tür irrt. Und der Postbote hat sich auch schonmal beklagt hat, wobei er praktisch extra dafür in den vierten Stock gekommen war. Und wir gewissermaßen erst mit einem gemeinsamen Schild so wirklich offiziell zusammenwohnen. Außerdem braucht eine Doppelflügeltür einfach ein Türschild.
Das zu besorgen ist dabei keinesfalls so einfach wie man meinen könnte. Bei uns vergingen zwischen Bestellung (inkl. Bezahlung) und Übergabe bei Kustermann mehr als 2 Monate. Und nein, es war keine Sonderanfertigung. Sei es drum, Kustermann gehört trotzdem zu unseren Lieblingsläden in München. Wo sonst findet man mitten in der Stadt eine so schöne Werkzeugabteilung…
So, nun ist die Webseite durchgängig in Deutsch verfügbar - für alle Familienmitglieder und sonstige Besucher, die nicht gerne “ausländisch” lesen mögen. Außerdem hält sich das ganze jetzt auch strikt an den Webstandard xhtml 1.0, tolle Sache.
Außerdem werde ich morgen die Karten einwerfen, wenn nichts Ungewöhnliches dazwischenkommt.