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19. Februar 2008

Finetuning

Wir schreiben nicht mehr so häufig, weil wir mit beiden Füßen voran ins Fine Tuning eingestiegen sind. Man will ja auch nicht sämtliche Details vorher bekannt geben. Man will ja auch, dass Gäste mal kurz dastehen und sich freuen über unwichtige Kleinigkeiten, die man sich hat einfallen lassen. (Völlig utopisch, ich weiß. Gebt es doch zu, Euch interessiert ausschließlich die Speisefolge und wann es endlich den ersten Alkohol gibt. Übrigens, es ist UNFEIN den Krug mit dem Messwein in einem Zug zu leeren! Das gibt Abzüge in der B-Note!)

Status heute ist:

  • Einladungskarten: Bisher kein Kompromis in Sicht, aber dafür Dutzende von Prototypen
  • Hochzeitskuchen: Geklärt. Einer von uns beiden hat sich durchgesetzt. Der andere darf dafür die nächsten 25 Jahre immer sagen, dass er oder sie noch nicht mal den Hochzeitskuchen aussuchen durfte.
  • Tisch-, Kirchen-, Brautschmuck und alles was mit Blumen zu tun hat: Nachdem wir 1000 Ideen gesammelt haben, die alle nicht zusammenpassen, übergeben wir das wilde Paket an jemanden, der sich damit auskennt und uns ein Konzept erstellt. Termin: Donnerstag
  • Buffet & Essen: Steht bis auf winzige Kleinigkeiten
  • Kirche: Termin steht. Pfarrer steht nicht. Alle kirchlichen Fragen sind ungeklärt.
  • Standesamt: Alles ist getan, sogar der Tisch zum Abendessen ist reserviert.
  • Musikalische Untermalung: Steht fast. Sollten wir noch Geld übrig haben, kaufen wir noch mehr Musik.
  • Hochzeitstanz: Geht noch überhaupt nicht. Wir müssen dringend einen Tanzkurs besuchen. Es wurde schon in der Küche geübt. Der Ralf hat auch direkt verstanden, worauf es ankommt, nämlich die Partnern möglichst umfassend aus dem Takt zu bringen, sich dann auf ihr abzustützen um mehr
    Schwung zu bekommen und ihr dann ein Bein zu stellen. Wir werden sicherlich viel Spaß haben.
  • Outfit: Brautkleid ist gebongt, muss nur angepasst werden. Termin: 29.02. bei Cinderella in Unterhaching. Es fehlen noch einige Accessoires, z.B. Schuhe. Der Ralf wollte am Freitag vor der Hochzeit nach der Arbeit schnell in die Stadt um einen Anzug zu kaufen, wenn ich das richtig verstanden habe.

Noch 143 Tage.

19. Februar 2008

Favours

Favours ist das englische Wort für Gastgeschenk. Es heißt aber auch Gefallen, drum gefällt es mir so gut. Schließlich tun uns all unsere Gäste einen Gefallen, wenn sie zu unserer Hochzeit kommen (und den Gegenwert eines mittleren Kleinlasters verspeisen. Sorry, hab grad das Budget geupdated, wie in up mit einem großen U.)

Favours also. Der werte Herr hat sich in Zeugs verliebt, welches aus den USA hergeschafft werde muss. Folgende Unterhaltung per Messenger:

Ralf sagt: ich will zeugs*
Ralf sagt: !!!!
Rebekka sagt: alles klar
Rebekka sagt: ich mein ja nur, weil hier auch Krempels** bedruckt sind
Rebekka sagt: aber wenn der herr auf zeugs* besteht, dann soll er zeugs* haben
Ralf sagt: find ich viel besser
Ralf sagt: Krempels** sind doof
Ralf sagt: labrig und nicht lecker
Ralf sagt: außer vielleicht bananen
Ralf sagt: will ich aber auch nicht
Rebekka sagt: ??
Ralf sagt: bananen mein ich

Grad sprach ich mit Chris vom Customer Service von Zeugs* Inc., um mal die Versandkosten zu erfragen. Die Warteschleife sagte doch echt “Your call is very important to us!” Da musste ich so kichern, dass ich bestimmt eine Minute gebraucht habe, um Chris klarzumachen, was ich von ihm will. Ich will Zeugs und zwar in rauen Mengen.

* Zeugs: Im Zuge der Geheimniskrämerei hier universell als Zeugs bezeichnet. Ein paar Überraschungen könnt Ihr uns ja schon lassen.

** Krempels: Falls wir uns doch noch umentscheiden auch die Alternative unkenntlich gemacht. Krempels sind übrigens wohl lecker und schmecken nicht nach Bananen. Ich weiß nicht, mit wem oder von was er da sprach.

5. Februar 2008

Kirchenmusik

Eigentlich ist es viel zu früh sich darüber Gedanken zu machen, aber wir kommen gerade mit den Einladungskarten nicht weiter. Ich will Blümchen, der Ralf will Langweilig. Wir werden das ausknobeln müssen.

Unter Gesangbuchlieder.de kann man sich Midi oder mp3-Stücke der Lieder aus dem Gesangbuch anhören. Das ist extrem super, insbesondere weil auch lustige Versionen aufgenommen wurden: Herr, erbarme Dich “Moaning Version” ist definitiv mein Favorit.

Ich will unbedingt folgende Lieder zur Trauung hören:

  • Geh aus mein Herz - aus Prinzip. Eines der schönsten Kirchenlieder, die ich kenne
  • Lobe den Herren - weil mein Papa das so wunderbar schmettern kann, inbrünstig und aus tiefster Seele
  • Das lustige Hallelujah, welches man auch im Kanon singen kann, von dem ich aber grad nicht weiß, wie es heißt.
  • In Dir ist Freude - weil es so schön beschwingt ist

Toll fände ich ja auch den wunderschönen Kanon von Telemann “Ich will den Herrn loben”, aber das muss man vorher wahrscheinlich üben.

Wenn allerdings Wagner oder Mendelssohn-Bartholdy vorher oder nachher oder sonst irgendwann gespielt werden, werde ich mich übergeben. Versprochen.

30. Januar 2008

Standesamt die Zweite

[10:43:57] Rebekka: off to standesamt, see you later
[10:44:15] TechnicianMagician: standesamt? habt ihr da ne 10er-karte?

[12:10:56] Rebekka: sooo voll super alles.
[12:11:03] TechnicianMagician: geheiratet?
[12:11:34] Rebekka: in der mittagspause?
[12:11:38] Rebekka: für was hältst du uns?
[12:11:41] TechnicianMagician: :)
[12:11:51] TechnicianMagician: ich finde es hätte was

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30. Januar 2008

Und wieder ein Termin gesichert

Große Erleichterung im Hause: das Standesamt ist gesichert. Und zwar weder im Kreisverwaltungsreferat (KVR) München, wo man zwischen Ausländeramt und Sterbebüro praktisch auf dem Flur heiratet, noch im Standesamt Mandelstraße, das von außen zwar beeindruckt, innen aber ungefähr den Flair eines Büros der DDR-Volkskammer im inzwischen zum Glück abgerissenen Palast der Republik in Berlin ausstrahlt. Wer es nicht glaubt kann sich in der Fotogalerie bei München.de selber seinen Schock verabreichen.

Nein, nördlich von München bietet Ismaning ein Kleinod für alle Liebhaber einer Hochzeit in stilvollem Gemäuer. Die Gemeindeverwaltung Ismaning residiert im örtlichen Schloß, geheiratet wird daher im wunderschön barock ausgemalten roten Saal.

In Ismaning also konnten wir heute beim sehr freundlichen und hilfsbereiten Herrn Ehinger den Termin am 11.07.2008 um 10:00 vormittags final und amtlich bestätigt vereinbaren. Jetzt fehlen mir nur noch gepuderte Perücke und Samtrock für ein passendes Aussehen…

19. Januar 2008

Something old…

Laut Aberglauben soll die Braut an ihrem Hochzeitskleid

Something old

Something new

Something borrowed

Something blue

tragen. Das hat auch eine Bedeutung, aber die habe ich vergessen - wenn sie jemand weiß bitte einsagen.

Jetzt laß ich, dass jemand als something old den Zukünftigen nannte. Das mach ich auch, schließlich ist er ja auch schon ziemlich alt.

Update: Geht ja ganz einfach. Hier ist die Erklärung. Alt für die Verbundenheit mit Traditionen, geliehen von einem glücklichen Paar, um ein bißchen Glück abzukriegen, Blau angeblich die Farbe der Liebe und neu für den neuen Weg. Außerdem braucht man ein Sixpence-Stück.

17. Januar 2008

Wenn die Musi spielt

Manchmal - aber nur ganz selten - zahlt es sich aus, nicht zu Potte zu kommen und alles ewig vor sich herzuschieben.

Kürzlich erhielten wir eine eMail von den Jungs und Mädels von Take it Easy,  unserer ersten Wahl für die musikalische Begleitung. Die ursprüngliche Buchung ist verschoben und wir dürfen wieder mitspielen.

Grad hab ich unsere Buchungsbestätigung abgeschickt. Juchu!

30. November 2007

Wozu Walzer

So gehts!

25. November 2007

Historische Sicherung gesichert

Wir haben auch inzwischen einen Fotografen dingfest machen können.  Julian Fuhrmann wird mit seiner Kamera nächstes Jahr vor Ort sein.

Als wir anfingen, uns über Bilder zu unterhalten, war uns ziemlich zackig klar, dass wir für die üblichen Portraitfotos keinen Pfennig ausgeben wollten. Dieses Herumgemurkse mit Weichzeichner und künstlichem Lächeln und Brautstrauß auf der Schleppe und ähnlichem Unfug finde ich einfach nur … also…

Ich will sagen, dass normale Portraitfotos von Hochzeiten mich überhaupt nicht anmachen. Und man kann ja auch nicht behaupten, dass man die für nen Fuffi oder so bekommt - nein, nein, die wollen richtig Asche sehen für die fürchterlichen Kompositionen aus Einheitsbrei mit Blumen.

Durch Zufall fanden wir einen Zusammenschluß von Hochzeitsfotografen in Deutschland, die in Reportagen die Stimmung auf Hochzeiten einfingen und unserer Meinung nach einfach nur unglaublich coole Bilder machten. Sowas wollten wir auch.

Zu unserem Glück war Julian noch frei und wir freuen uns sehr, dass wir ihn buchen durften. Damit ist die Frage auf jeden Fall vom Tisch.

Übrigens: Die Hochzeitsfotografen bloggen sogar.

25. November 2007

Messe

Wir haben eine ganze Zeitlang keine neuen Beiträge geschrieben, da wir lieber Plätzchen gebacken haben. Und gegessen.

Anfang November waren wir im Holiday Inn am Rosenheimer Platz auf einer Hochzeitmesse und es wird wirklich langsam Zeit, diese Erfahrung eingehend schriftlich zu verarbeiten.Ich sag mal freundlich und euphemistisch: 8 EUR Eintritt ist echt mutig.

Als wir eintrafen war da grade im großen Saal eine Show mit dem Thema “James Bond” zu bewundern. Highlight war eine leichtbekleidete, goldene Dame im mittleren Alter, die sich mit einem Revolver auf der Bühne räkelte. Mit schreckgeweiteten Augen sind wir sofort rückwärts wieder raus und tummelten uns um die Messestände.

Sinnvolle Kontakte: 2 (Zwei!)

Faszinierend fand ich die Art und Weise, wie manche Aussteller die Kundenpflege betrieben. Wenn ich mich auch nur 10 Minuten auf einer Messe so verhalten hätte, hätte mich mein Chef geköpft und danach für die nächsten 50 Jahre als schlechtes Beispiel in der OMD-Vorbesprechung vorgebracht und eindringlich davor gewarnt, sich mir zu nähern. Das könnte ja ansteckend sein. Ich sage erneut freundlich und euphemistisch: Wir hätten auch ein Glass Sekt genommen. Eine Beratung hätte es aber auch getan.

Hinterher merkte der Ralf an, dass sämtliche Personen sich ausschließlich mit mir unterhielten. Selbst, wenn er eine Frage stellte, wurde mir geantwortet. Das ist er voll nicht gewöhnt, dass er so ignoriert wird. Einzige löbliche Ausnahme war die Rechtsanwältin. Die unterhielt sich ausschließlich mit ihm.

Ganz ganz groß die Frau Wloka, die aus einem zugezischten “Das Kleid ist rot” einen 10-minütigen Vortrag kreierte, dass man ja mit dem Anzugkauf sehr vorsichtig sein müsste, bei so einer Farbe.

Mein persönliches Highlight waren die Damen von Mary Kay. Da muss ich mich erstmal sammeln, bis ich freundlich und euphemistisch sein kann. Ich sag mal so: Würde ich einen Funkemariechenverein bühnentauglich schminken wollen, wäre Mary Kay meine erste Adresse, jedenfalls ausgehend von der Kriegsbemalung, die die Damen feilboten. Lippenstift in Corporate Colours und so. Ganz ganz groß auch das Gewinnspiel was mit Riesenbriborium abgehalten wurde - man musste erst einen Zettel ausfüllen und dann durfte man am Rad drehen. Ich gewann einen Joker und suchte mir eine Handcreme aus. Fein, sagte Mary Kay. Die bringen wir dann zum Termin mit.

Das Highlight vom Ralf war die lustige Pappbrille, mit der alle punktuellen Lichtquellen von Herzchen umgeben waren. So wunderbar und umwerfend ungefähr sieht das aus. Er wollte gern Dollarzeichen, statt der Herzen. Dann sind wir wieder gegangen. Keiner gab uns Sekt ab. Kuchen gab es auch keinen.

Was sonst noch alles geschah

Rebekka und Ralf planen ihre Hochzeit.

Solange Bräutigam und Ringe noch da sind, ist alles in Ordnung.

Countdown

Vor -1408 Tagen wurde geheiratet.

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